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 When the rain begins to fall

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BeitragThema: When the rain begins to fall   28.04.11 19:05

Zeit
Spätnachmittag

Ort
Bibliothek

Wetter
Stark bewölkt, windig, ein Gewitter kündigt sich an und eher kühle Temperaturen

Mitspieler
Jackleen Reynolds und Dorian Everett

Weitere Mitspieler erlaubt?
Nein


Zwar war es Wochenende und damit keine Unterrichtszeit, allerdings hatten die Lehrer genügend Hausaufgaben für dieses und ein zweites Leben – wenn nicht gar noch mehr – aufgegeben.
Dorian ließ seinen Blick kurz über die eher mäßig besuchte und – wie nicht anders zu erwarten war – in vollkommenem Schweigen gehüllte Bibliothek schweifen und fand schließlich einen etwas abseits gelegenen Tisch, der von dem dämmrigen Licht des Raumes kaum noch erfasst wurde. Hier würde er gewiss nicht von irgendwelchen nach Aufmerksamkeit süchtigen, armseligen Gestalten gestört werden.
Er ließ sich an dem Tisch nieder, warf seine Tasche auf den Boden und kramte Pergament sowie Tintenfass samt Feder heraus. Missmutig blickte Dorian das unbeschriebene Blatt vor sich an und seufzte leise. Die Leere eines noch zu füllenden Pergaments war wohl der deprimierendste Anblick überhaupt – und scheinbar das effektivste Mittel, sich jegliche Muse vom Hals zu halten.
Der Dunkelhaarige erhob sich und schritt durch die hohen Bücherregale, schnappte sich die nächstbesten Bücher, deren Titel irgendetwas mit dem Thema zu tun haben konnten, das er bearbeiten musste, und kehrte mit einigen dicken Folianten an den Tisch zurück.
Er schlug das oberste des kleinen Stapels auf und war augenblicklich gelangweilt von dem nüchternen, sachlichen Ton, in dem das Buch von einem noch viel langweiligerem Thema berichtete. Es dauerte nicht lange, bis seine Gedanken abschweiften – zu den nächsten Ferien, zu einer Zeit, in der er wieder mehr seine Freizeit genießen konnte. Ohne es zu bemerken, zeichnete er dabei zusammenhangslose Figuren auf die aufgeschlagene Seite, als plötzlich etwas seine Aufmerksamkeit erregte.
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Jackleen Reynolds

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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   29.04.11 13:54

Postingpartner: Dorian und Jackleen

Hausaufgaben waren wichtig. Es war eine notwendige Übung des Stoffes und sollte vermutlich die Selbstständigkeit der Schüler trainieren. Aber wenn bei nicht gemachten Hausaufgaben nicht Hauspunkte abgezogen würden, würde Jackie sie vermutlich nicht erledigen. Es war für sie einfach unglaublich schwer sich für etwas zu begeistern, was so langweilig war. Es war spröder, trockener Stoff, den man sich irgendwie in sein Gedächtnis meißeln musste.
Seufzend legte sie die Feder aus der Hand und rieb sich über die Schläfen. Der Aufsatz war zur Hälfte geschrieben, doch brauchte sie jetzt erst einmal eine kleine Pause, um sich die Füße zu vertreten, sie fühlte sich bereits völlig steif. Also beschloss sie das Buch schon einmal zurück an seinen Platz zu bringen. Sich genüsslich streckend, erhob sie sich von ihrem Platz und schlenderte zu dem Regal, in dem sie das Buch zuvor entdeckt hatte. Als sie es gerade zwischen zwei anderen deponierte, bewegte sich etwas in ihrem Augenwinkel. Überrascht bemerkte Jackleen einen ihrer Mitschüler an einem abgelegenen Tisch, den sie zuvor nicht bemerkt hatte. Er schien in seine Arbeit vertieft zu sein, oder auch nicht. Sie bemerkte schnell, dass seine Handführung nicht gerade war. Er schrieb nicht, sondern zeichnete.
Dorian Everett. Er war in ihrem Jahrgang, doch hatte sie noch nie ein Wort mit ihm gewechselt. Natürlich konnte sie ihn so nicht genau einschätzen, doch hatte sie ihn durchaus schon einige Male dabei gesehen, wie er auf den Korridoren einige Sechstklässler angerempelt hatte. Er machte den Anschein eines Slytherins wie er im Buche steht, doch hielt sie nicht viel von Klischees und Stereotypen. Sie hatte ihn auch bereits zuvor zeichnen sehen und einmal im Unterricht sogar einen Blick darauf werfen können. Er zeichnete gut. Sehr gut. Vermutlich sogar besser als sie, was sie ein klein wenig neidisch werden ließ, doch es hatte noch einen anderen Effekt. Sie fand ihn interessanter. Jackie war unglaublich neugierig, was wirklich in ihm vorging, aber er schien sehr verschlossen zu sein und ihr gegenüber würde er sich garantiert nicht öffnen.
Ihre Gedanken waren so abgeschweift, dass ihr nicht auffiel, wie sie ihn die ganze Zeit anstarrte.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   30.04.11 20:14

Er spürte einen Blick auf sich – wie hätte es denn auch anders sein sollen.
Kann man denn nicht einmal hier seine Ruhe haben?!, fragte sich Dorian. Man könnte beinahe den Eindruck gewinnen, dass sein Aufenthaltsort – ganz gleich wo dieser auch sein mochte – immerzu mit blinkender Leuchtschrift und Schildern gekennzeichnet wurde. Denn immer und wirklich immer fand ihn irgendjemand, auf dessen Anwesenheit er getrost hätte verzichten können. Doch in diesem Fall weckte das Zusammentreffen gleichzeitig auch ein anderes Gefühl in dem Jungen. Eines, das dem von Vergnügen recht nahe kam.
Dorian hob den Blick und begegnete augenblicklich dem eines Mädchens. Sie war in seinem Jahrgang und hieß Jackleen, sofern er sich nicht irrte. Er kannte sie nicht besonders gut, war ihr vielleicht hin und wieder einmal auf den Korridoren und im Unterricht begegnet.
Besonders im allgemeinen Gemeinschaftsraum hatte Dorian auch schon einige Male bemerkt, wie sie ihre Mitschüler möglichst unauffällig versucht hatte zu zeichnen, was er gleichermaßen interessant als auch belustigend fand.
„Zählt es zu Ihren neuen Freizeitbeschäftigungen, Mitmenschen mit Ihren Blicken zu durchbohren oder bin ich einfach nur ein unglücklicher Ausnahmefall, Miss Reynolds?“, fragte Dorian spöttisch.
Dann fiel sein Blick erneut auf das Buch, dessen aufgeschlagene Doppelseite inzwischen beinahe komplett mit seinen Zeichnungen überzogen war. Der Dunkelhaarige sah sich kurz in der Bibliothek um und vergewisserte sich, dass die Bibliothekarin nicht in der Nähe war, dann führte er seine Zeichnungen fort. Doch eigentlich haftete seine Aufmerksamkeit längst nicht mehr daran, sondern an Jackleen und deren Reaktion auf seine Worte.
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Jackleen Reynolds

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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   01.05.11 11:25

Ganz toll gemacht, Jackie. Hundertpunkte für die tolle Spionageaktion, dachte sich Jackleen bitter, als Dorian sie bemerkte. Etwas verunsichert stand sie an dem Bücherregal und wusste nicht recht was sie machen sollte. Einfach schweigen und die Flucht ergreifen kam ihr ziemlich feige vor, auch wenn die Situation nun wirklich nicht angenehm war. Sie biss nervös auf ihre Unterlippe und kratzte ihren Mut zusammen. Langsam schritt sie näher auf den Tisch zu. „Nein, Mister Everett, ich fürchte sie sind die unglückliche Ausnahme“, erwiderte sie leise. „Tut mir leid, falls mein Blick Sie gestört hat, ich habe mich nur gefragt, ob ich wohl einen Blick auf das Buch, welches Sie so schön verzieren, werfen dürfte?“
Sie wusste, dass sein Kommentar spöttisch gewesen war, doch beschloss sie das erst einmal zu ignorieren und so zu tun, als wäre es angemessen sich zu siezen. Etwas unsicher blieb sie am anderen Ende des Tisches stehen und sah ihn fragend an. Aus Erfahrung wusste sie, dass Leute ungern Fremden ihre Zeichnungen zeigten, bei ihr war es genauso, also versuchte sie nicht neugierig auf die Seiten zu starren, sondern hoffte er würde es ihr erlauben. Die Chancen waren vermutlich gering.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   03.05.11 17:36

Dorian hätte beinahe aufgelacht, als er anhand ihrer Gestik und Mimik bemerkte, dass sie aufgrund seiner Worte wohl am liebsten im Erdboden versunken wäre.

Nun, sie hatte sich dies zu einem nicht geringen Teil selbst zu verdanken, wie ihr sicherlich selbst klar geworden sein durfte. Er mochte es nicht, wenn ihn jemand unverhohlen anstarrte... wer mochte dies denn überhaupt schon?!

Ihre darauffolgenden Worte überraschten Dorian ein wenig, wovon er sich jedoch nichts anmerken ließ. Sie wollte das Buch? Wozu? Doch alsbald wurde ihm klar, weshalb. Immerhin wurden die Seiten inzwischen davon dominiert: Seine Zeichnungen. Dass sie das Thema das Buches als derart interessant empfand und es deswegen lesen wollte, schloss er aus. Schon allein deshalb, weil sie den Titel gar nicht kennen konnte - immerhin lag das Buch aufgeschlagen auf dem Tisch.

"Die Konkurrenz ausspionieren, wie?", fragte Dorian süffisant grinsend und schob dennoch das Buch zu ihr rüber. Es war ihm egal, was sie damit anstellte. Er konnte mit dem Folianten ja doch nichts anfangen. Dabei fiel der Blick des Jungen auf den Pergamentbogen vor ihm, auf dem lediglich eine einzige Zeile prangte: die Überschrift. Er faltete resignierend das Blatt, pustete es an, sodass es wie ein Vögel durch die Luft segelte.

Während Dorian es mit seinem Blick verfolgte, fragte er an die Hufflepuff gewandt: "Weißt du, Jacky, was ich an impertinenten Personen wie dich liebe? Danks ihnen ist man nie allein - selbst wenn man es sich noch so sehr wünscht." Als der Dunkelhaarige geendet hatte, fing er das Papier wieder ab und zerknüllte es.

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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   04.05.11 16:19

"Tja, es kann nie schaden ein offenes Auge zu haben", erwiderte Jacky mit einem Lächeln und zog sich das Buch näher heran. Neugierig betrachtete sie die Zeichnungen. Sie waren wirklich gut. Beeindruckt strick sie eine der Linien mit ihrem Finger nach, bevor seine Stimme sie wieder aufblicken ließ. Bei dem Wort ‚impertinent‘ verzog sie etwas missbilligend den Mund.

Es gefiel ihr zwar nicht, dass er damit bezeichnete, allerdings war es von seiner Seite wohl äußerst passend. Jemanden derart unverhohlen anzustarren zählte nicht gerade zu den höfflichsten Umgangsformen. In Gedanken tadelte sie sich abermals dafür, ihre Gedanken so streifen gelassen zu haben. Normalerweise war sie recht gut Leute zu beobachten, ohne bemerkt zu werden. Zumindest inzwischen.

Sie schob das Buch wieder zurück zu Dorian. „Ja, dass du gerne alleine bist habe ich bereits bemerkt. Die Kleine, blonde, ist die einzige die du an dich ranlässt“, stellte sie fest und musterte ihn nachdenklich. Eigentlich war das etwas, dass sie gemein hatten. Der Einzige mit dem sie so viel Zeit verbrachte war Nuri.

Jacky räusperte sich und nickte Dorian zu. „Da du es offensichtlich nicht zu einem Segen zählst, dass Leute deine Nähe suchen“, sprach sie, mit einem leicht sarkastischem Unterton, „Werde ich dich deiner so ersehnten Einsamkeit überlassen.“ Mit einem Lächeln an den Slytherin gerichtet, drehte sie sich um, um an den Schreibtisch zurück zu kehren, wo immer noch ein halb fertiger Aufsatz auf sie wartete.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   05.05.11 22:57

Ihre Worte trafen Dorian mehr als sie es hätten sollen - und wesentlich mehr als er nach außen hin zeigte.
Es war für ihn selbstverständlich, viel Zeit mit Lola zu verbringen. Zu selbstverständlich? Jedenfalls war ihm dabei ein wenig entgangen, dass sie tatsächlich die einzige Person war, die er so sehr an sich heranließ.
Nun, sie war auch seine beste Freundin. Dorian hatte lieber eine beste Freundin als zehn Freunde, die sich allerdings lediglich selbst als das bezeichneten.

Was kümmerten ihn überhaupt die Worte einer dahergelaufenen Hufflepuff? Der Dunkelhaarige scherte sich nicht im Geringsten um die Worte oder Meinungen anderer, was Persönliches betraf... warum also ausgerechnet jetzt?
So ungern Dorian es sich auch eingestand, so gewiss wusste er die Antwort: Weil sie recht hatte und etwas aussprach, wozu er sich nicht einmal getraut hatte, es sich überhaupt einzugestehen.

Sein Kiefer verhärtete sich, dennoch sah er Jackleen betont gleichgültig an.
Doch, was darauf folgte, machte das Ganze auch nicht gerade einfacher geschweige denn besser. Im Gegenteil.
Sie machte etwas, was bislang noch niemand je getan hatte: Sie ließ ihn sitzen mit einem ungewissen Unbehagen. In der Regel verärgerte seine Art sein Gegenüber, sodass sich dieses empört, meist sogar schimpfend, von ihm entfernte. Ohne dass es Dorian kümmerte oder er auch nur ein einziges seiner Worter bereute.
Doch niemals und wirklich niemals hatte sich jemand so unbeschwert von ihm abgewandt, nachdem man ihm noch einen netten Seitenhieb verpasst hatte.
Sie mochte zwar rechthaben mit dem, was sie gesagt hatte, doch deswegen würde Dorian noch längst keine Niederlage auf sich sitzen lassen - und solch eine schon gar nicht.

Dorian begab sich in Richtung des Ausgangs der Bibliothek und kam dabei unweigerlich an dem Tisch vorbei, an dem Jackleen saß und wohl ihren Aufsatz weiterzuschreiben gedachte.
Der Slytherin setzte sich ohne Aufforderung auf den Tisch, nahm dabei den Aufsatz in die Hände, den er desinteressiert überflog und dann zur Seite legte.
Sein Blick ruhte auf der Hufflepuff.
"Nachdem ich etwas von mir gezeigt habe, würde ich auch gerne einmal einen Blick auf die Arbeiten meiner Konkurrenz werfen", sagte Dorian und versuchte ein wenig Spott in seinen Worten mitschwingen zu lassen, in der Hoffnung damit die Nachdenklichkeit, die ihre Worte in ihm hervorgerrufen hatten, zu überspielen.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   06.05.11 16:01

Die Pause war keine gute Idee, dachte sich Jackleen bitter. Zuvor war sie noch einigermaßen in einem Schreibfluss gewesen, doch jetzt war sie gedanklich völlig aus dem Thema gerutscht. Gerade versuchte sie sich angestrengt wieder in das Thema einzulesen, als der Aufsatz ihr kurzerhand aus dem lockeren Griff entwendet wurde.

Verdutzt starrte sie den Slytherin an, der nun auf dem Tisch saß und mit seinem gleichgültigen Blick das Pergament überflog. Wieso er das tat, wusste sie nicht. Sie hatte nicht den geringsten Schimmer, was Dorians Interesse an ihrem Aufsatz geweckt haben könnte und, bevor sie den Mund öffnen konnte, um ihn danach zu fragen, legte er ihn auch schon wieder aus der Hand.

Er wollte ihre Zeichnungen sehen?

Einen Moment starrte die Hufflepuff den Dunkelhaarigen sprachlos an. Und dann musste sie lächeln. Ehrlich gesagt wusste sie selbst nicht wieso. Aber nach diesem doch sehr kurzem Gespräch hatte sie eigentlich den Eindruck gewonnen er mochte sie nicht, sie war sich ziemlich sicher, dass das auch der Fall war, aber immerhin, verhielt er sich ihr gegenüber nicht völlig gleichgültig und das war immerhin etwas.

„Das ist natürlich nur berechtigt. Warte mal…hier!“ Grinsend holte sie ihr Skizzenbuch aus ihrer Tasche und reichte es ihm. „Teilweise sind die Zeichnungen noch richtig alt, aber…naja, du wirst es ja sehen.“ Erwartungsvoll beobachtete sie den Slytherin. Irgendwie hoffte sie, dass ihre Zeichnungen ihm gefallen würden.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   09.05.11 21:04

Während Jackleen in ihrer Tasche nach dem Skizzenbuch suchte, bedachte Dorian sie mit einem nachdenklichen Blick. Es freute den Dunkelhaarigen insgeheim, dass sie ihm etwas derart Persönliches zeigte, obwohl er zu ihr... nun ja etwas unfreundlich gewesen war. Allerdings gestand er sich jene Freude nur eher widerwillig ein. Stattdessen fragte Dorian sich zum wiederholten Male, warum er ausgerechnet auf ihre Meinung so viel Wert legte? Zuvor waren ihm die Meinungen anderer zu so gut wie fast allen Themen stets vollkommen gleichgültig gewesen. Warum ausgerechnet sie, ein unbedeutendes Mädchen aus Hufflepuff?!
Ich werde noch verrückt, dachte Dorian und zu seiner Überraschung störte ihn der Gedanke nicht einmal. Er amüsierte den Dunkelhaarigen sogar.

Lächelnd reichte sie ihm schließlich das Skizzenbuch. Diese Freundlichkeit verwunderte ihn, nicht zuletzt, weil er sie nicht verdiente. Jedenfalls wenn es nach den meisten Personen an Hogwarts ging, ihn selbst eingeschlossen. Normalerweise reagierten andere auf ihn entweder abweisend oder ausweichend. Eine andere Alternative hatte es noch nie gegeben.
Nun, normalerweise bereute Dorian seine Worte auch nicht, kein einziges davon. Normalerweise. Der Junge seufzte leise.

Um nicht unhöflicher als ohnehin schon zu wirken, nahm er das Skizzenbuch wortlos entgegen, wobei er ihre Augen mit den seinigen für einen flüchtigen Moment fixierte. So sehr er auch in ihnen nach etwas suchte, das dagegen sprach, sich dieser offenen Freundlichkeit bedenkenlos hinzugeben - seine Suche blieb erfolglos.
Schließlich schlug Dorian das Skizzenbuch auf und war augenblicklichvon der Perfektion der einzelnen Zeichnungen fasziniert. Ohne es verhindern zu können, streckte er eine Hand danach aus, von dem heftigen Drang gepackt, die in so fein und doch so geschickt gesetzten Strichen gezeichneten Objekte und Personen zu berühren. Doch wenige Zentimeter vor dem Papier hielt Dorian inne und zog seine Finger zurück.
"Die sind wirklich... gut." Schon wieder lag jene Gleichgültigkeit in seiner Stimme... diesmal jedoch ohne es beabsichtigt zu haben. Dorian wusste nicht, ob er sich mehr über seine Untertreibung als über das von ihm sonst zuvor noch nie ausgesprochene Kompliment ärgern sollte.
"Wie lange zeichnest du denn schon?", fragte der Dunkelhaarige, während er mit funkelnden Augen in den Zeichnungen blätterte.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   09.05.11 22:15

Angespannt rutschte Jackleen auf ihrem Stuhl herum. Vielleicht fand er ihre Zeichnungen ja schrecklich und würde sie auslachen. Seine waren wirklich um einiges besser als ihre. Wieder einmal biss sie auf ihrer Unterlippe herum. Das tat sie eigentlich immer, wenn sie nervös war. Normalerweise nahm sie die Meinung anderer Leute nicht allzu wichtig, außer sie achtete diese.

Nachdenklich sah sie Dorian an. Er konnte selbst gut zeichnen, also konnte er wohl generell Zeichnungen gut beurteilen. Zumindest kam sie zu diesem Schluss und entschied, dass seine Meinung ihr deshalb wichtig war.

Als er dann sein Urteil fällte, grinste sie stolz. „Danke. Ich glaube ich zeichne…seit zehn Jahren.“ Nachdem sie nochmal darüber nachgedacht hatte, nickte sie. „Ja, zehn Jahre. Und du?“, fragte sie neugierig. Er musste auch schon längere Zeit zeichnen, um so gut zu sein. Oder er war einfach ein Wunderkind. Sollte es ja auch geben.

Sie beobachtete ihn mit einem Lächeln, wie er durch ihre Skizzen blätterte, und fragte sich, ob er die Einsamkeit doch nicht ganz so sehr suchte, wie er es vorgegeben hatte. Zumindest viel ihr kein anderer Grund dafür ein, warum er jetzt vor ihr auf dem Tisch saß. Abgesehen davon, dass sie vor Kurzem das erste Mal miteinander geredet hatten, war sie eine Huffelpuff. Er ein Slytherin. Das waren schon einmal zwei Häuser die nicht sonderlich gut mit einander konnten. Zumindest meistens. Viele Slytherins waren nicht sonderlich Sympathisch, zumindest von denen, die sie persönlich kannte. Und, was ihr ziemlich missfiel, aber so war es nun einmal, sahen die anderen Häuser meistens auf Hufflepuff herab. Als wäre Loyalität und Nächstenliebe neben Mut und Treue, Weisheit und Fleiß und List und Tücke eine niedere Eigenschaft, um die man sich nicht zu scheren brauchte.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   10.05.11 18:43

"Ich?", Dorian hielt inne und überlegte kurz. "Seit ich mich zurückerinnern kann, ehrlich gesagt."
Der Junge blätterte noch eine Weile in den Zeichnungen, bis er schließlich am Ende angelangte. Immer noch von tiefer Faszination erfüllt, wollte er Jackleen das Skizzenbuch zurückreichen, doch hielt er sogleich in seiner Bewegung inne. Dorian musterte das Mädchen, das ihm gegenübersaß, kurz und erkannte, dass es jener nachdenkliche Ausdruck in ihrem Gesicht war, der ihn hatte innehalten lassen.
"Woran denkst du?" Entsetzen erfüllte Dorian. Hatte er das gerade wirklich gefragt?!
Verdammt, was war nur los mit ihm? Sonst war er doch auch nicht so... seltsam.
Er wollte aufstehen und gehen oder wenigstens einen für ihn gewöhnlichen Satz aussprechen, doch stattdessen ruhte Dorians Blick lediglich stoisch auf Jackleen.
Er wusste, warum ihm all dies widerfuhr. Sie machte es ihm so einfach, schlichtweg er selbst zu sein. Zu einfach. Er fühlte sich in Jackleens Gegenwart beinah so wie in der von Lola... und doch wieder ganz anders.
Ein leises "Danke" wispernd reichte er ihr schließlich das Skizzenbuch.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   10.05.11 18:55

Aus ihren Gedanken gerissen setzte sich Jackleen wieder etwas aufrechter hin und lächelte ihn an. „Tut mir leid ich war nur gerade…“ Sie hielt inne, überlegte sich, wie sie sich rausreden konnte, doch als er sie so ansah, verwarf sie den Gedanken augenblicklich wieder. Wieso sollte sie ihm nicht einfach sagen, was sie beschäftigte?

„Ehrlich gesagt habe ich mich gewundert, was dich wohl dazu bewegt hat, mir doch Gesellschaft zu leisten“, antwortete sie ehrlich und blieb an seinem Blick. Irgendwie gefielen ihr seine Auge. Fasziniert betrachtete die Hufflepuff die dunklen Augen, die in ihre Blickten. Sehr dunkel sogar, fast schwarz waren sie und Jackie fand, sie hatten etwas Geheimnisvolles an sich.

Als er ihr das Buch danken wiedergab, senkte sie ihren Blick wieder und nahm es entgegen. „Keine Ursache“, murmelte sie und verstaute es schnell. Schon wieder hatte sie ihn, in Gedanken verloren, angestarrt. Das schien ja geradezu eine neue Angewohnheit zu werden. Nun war sie allerdings neugierig, ob er sich zu ihrer indirekten Frage äußern würde oder nicht. Warum war er hier? Bei ihr? Wo er sie zuvor recht schroff behandelt hatte. Sie war neugierig, dieses Geheimnis zu lüften. Vielleicht würde sie ihn dann besser verstehen, denn gerade, war er für sie ein einziges Rätsel, das sie nicht verstand.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   10.05.11 21:10

Ihre Antwort verwunderte Dorian sogar noch mehr als sein Verhalten. Es verwunderte ihn sogar so sehr, dass ihm gleich der nächste Satz herausrutschte, ohne dass er auch nur einen einzigen Augenblick darüber nachdachte.
"Glaube mir, sobald ich das herausgefunden habe, werde ich es dir sagen", erwiderte Dorian mit ruhiger Stimme und raufte sich mit einer Hand das Haar. Dies tat er meistens, wenn er über etwas nachdachte. Oftmals war sich der Dunkelhaarige dessen noch nicht einmal bewusst.

Dennoch wandte er in der ganzen Zeit keinen Moment lang seinen Blick von Jackleen ab. Selbst dann nicht, als sich ihre Blicke trafen. In ihre braunen Augen zu sehen vermittelte irgendwie eine gewisse Vertrautheit, die sich Dorian selbst nicht so recht erklären konnte. Es erschien ihm, als würde er einer verloren gegangener Freundin nach langer Zeit wieder in die Augen sehen. Was natürlich vollkommen absurd war.
Einzig, was für Dorian feststand, war, dass sein Gegenüber höchst interessant war. Warum, das wusste sich der Junge jedoch noch nicht so recht zu erklären.

"Was machst du sonst so in deiner Freizeit, neben dem Zeichnen?" Nun doch die gleichgültige Miene aufgebend blickte Dorian Jackleen neugierig an.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   11.05.11 12:25

Er verstand sich selbst also auch nicht mehr als sie. Jackie lächelte vor sich hin. Die Situation war einfach zu seltsam, aber irgendwie gefiel sie ihr. Also, dass er hier war. Vor ihr. Bei ihr? Sie schüttelte den Kopf, um ihre Gedanken in Ordnung zu bringen. Irgendwie brachte er sie leicht aus ihrem Konzept.
„Ähm…Freizeit? Ah, ja. Eigentlich nicht viel. Quiddich, Spazieren gehen über das Gelände, oder ich mach was mit meinen Freunden. Was ist mit dir?“, fragte sie, ebenfalls neugierig mehr über ihn zu erfahren. Sie wusste, dass er auch Quiddich spielte. Er war der Sucher von Slytherin. Sie hatten auch schon gegen einander gespielt.
Aber sie war neugierig mehr über ihn rauszufinden. Vielleicht konnten sie ja sogar sowas wie Freunde werden? Er war zwar völlig anders als Nuri, aber das bedeutete ja nicht, dass sie mit ihm nicht auch auskommen konnte.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   12.05.11 22:23

Dorian lächelte leicht, als Jackleen ein wenig gedankenverloren den Kopf schüttelte. Scheinbar war er nicht der einzige, der um seine Fassung rang, wie der Dunkelhaarige amüsiert feststellen musste.
"Ja, so ziemlich das Gleiche. Außerdem lese ich sehr gerne." Es war nicht selten vorgekommen, dass er, anstatt seine Hausaufgaben in der Bibliothek zu erledigen, sich in die Welt einiger Romane hatte entführen lassen... wessen er sich meist erst nach Stunden gewahr geworden war.
Während sein Blick auf seinem Gegenüber ruhte, hörte er, wie ein lautes Donnern über das Firmament rollte, das kaum einen Augenblick später von einem grellen Blitz erleuchtet wurde. Erneut folgte ein tiefes, erschütterndes Grollen, das diesmal jedoch mit dem feinen Trommeln von Regen einherging.
Dorian liebte jenes Geräusch, da es ihn mit tiefer Ruhe und Zufriedenheit erfüllte.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   12.05.11 22:31

"Ich auch. Bücher sind einfach...genial! Man kann in all diese verschiedenen Welten und geschichten schlüpfen und...", sie bremste sich, bevor sie anfing zu plappern. Immer, wenn sie über etwas sprach, was sie begeisterte, hatte sie den Hang, viel zu viel darüber zu reden. Und meistens auch noch sehr belanglose Dinge. Außerdem war sie etwas überrascht. Sie wusste nicht wieso, aber sie hatte nicht erwartet, dass gerade Dorian Everett ihre Hobbies teilen würde. Es kam ihr irgendwie...seltsam, aber sehr belustigend vor. Vielleicht waren sie sich ja doch ähnlicher, als sie zunächst gedacht hatte.
Als es zu Donnern begann, drehte sie sich um, zu dem Fenster in ihrem Rücken. Endlich hatte es begonnen zu regnen. Sie liebte Regen. Das beruhigende Geräusch, der Geruch von feuchter Erde und Gras, es war einfach herrlich. Sie schwieg eine Weile und lauschte einfach dem leisen Trommeln der Regentropfen gegen die Fensterscheibe und beobachtete, wie sie wettrennen das Glas herunter veranstalteten. Zumindest hatte sie es sich schon immer so vorgestellt. "Wunderschön, nicht wahr?", murmelte sie etwas geistesabwesend.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   13.05.11 17:00

Dorian begann leise zu lachen, als Jackleen begeistert über Bücher zu reden anfing, sich dann jedoch selbst ausbremste - und sogar leicht errötete.
Er selbst war jemand, der - einmal von der derzeit vorliegenden Situation abgesehen - im Gespräch mit einer Person, die ihm weniger gut vertraut war, zehnmal über einen Satz nachdachte, ehe er diesen auch aussprach. Deswegen empfand der Junge die Spontanität der Hufflepuff gleichermaßen als belustigend als auch als bewundernswert.

"Das klingt doch einmal schwer nach einer Leseratte. Was liest du denn so alles? Oder gibt es für dich beim Lesen kein Genre?" Dorian musterte sie interessiert - und immer noch ein wenig schmunzelnd. Ihre Wesensart erheiterte ihn, sodass er kaum noch dazu imstande war, ihr gegenüber seine abweisende Fassade aufrechtzuhalten - so sehr es sein Image als guter Slytherin auch von ihm verlangen mochte. Er konnte es einfach nicht... jedenfalls nicht, ohne es anschließend zu bereuen.

Schließlich folgte Dorian Jackleens Blick, der an dem großen Fenster hängengeblieben war, an dem die Regentropfen unaufhörlich hinabrannen.
"Es gibt kaum etwas Schöneres", stimmte er ihr zu und konnte die gesamte Situation immer noch nicht so recht fassen. Konnte es wirklich sein, dass er sich soeben auf ein Gespräch mit einem Mädchen eingelassen hatte, das er all die Jahre zuvor mehr oder weniger gemieden hatte? ... und das ihm ähnlicher war, als er es sich je hätte erträumen lassen?
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   14.05.11 12:12

"Allerdings", murmelte Jackie, immer noch leicht geistesabwesend, bevor sie ihren Blick wieder auf den Slytherin richtete. Es war immer noch etwas schwer z uglauben, dass er sich ganz normal mit ihr unterhielt, ohne sich über sie lustig zu machen, keine spitzen Kommentare. Sie wunderte sich, ob alle Slytherin nur eine Fassade aufrecht erhielten, hinter der sich ganz andere Menschen versteckten, oder ob Dorian einfach eine Ausnahme war. Einen Moment brauchte sie, bevor sie wieder den Faden ihres Gespräches aufnahm.
Bücher. "Richtig. Ich lese eigentlich alles, historische Romane, Fantasy, obwohl ich mich frage ob manche dieser Geschichten vielleicht echter sind als man denkte, Krimis lese ich auch ab und an, nur mit Thrillern komme ich nicht klar.", gestand sie. Horror und Thriller waren Genres, die sie nicht mochte und nicht nachvollziehen konnte, wieso andere so darauf abfuhren. Warum las man Bücher und sah sich Filme an, die einem Angst einjagten? Das war ihr einfach schleierhaft.
"Was ist mit dir? Was liest du denn so?", fragte sie interessiert, ob sie auch diese Gemeinsamkeit teilten.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   15.05.11 21:19

Erneut blickte Jackleen Dorian nachdenklich an. Er hatte keine Ahnung, worüber sie nachdachte - auch wenn er bezweifelte, dass es immer noch der Regen und seine Fantastik war. So wunderbar war Regen nun auch wieder nicht, dass man darüber philosophieren musste.
Nein, es war etwas anderes, worüber sie nachdachte. Womöglich hing es mit Dorian zusammen, denn sie blickte ihn an. Doch was genau dachte sie?
So ungern es sich der Dunkelhaarige auch eingestand, es fiel ihm schwer, Jackleen einzuschätzen. Anders als bei so vielen anderen ließ sich in ihrem Gesicht nicht wie in einem offenen Buch lesen... was Dorian in diesem Augenblick ein wenig bedauerte.
Es war einfacher mit Leuten zu reden, bei denen man wusste, was in deren Köpfen vorging. Allerdings war es auch langweiliger, wie der Dunkelhaarige schmunzelnd feststellen musste.

"Eigentlich alles", antwortete Dorian und fügte grinsend hinzu: "Auch Thriller und Horror. Angst vor dem bösen Monster unter dem Bett oder warum meidest du diese Genres eher?"
Einen Augenblick lang dachte der Slytherin nach und korrigierte dann: "Nun, ich lese alles... Alles, außer Schulbücher." Er verzog unwillkürlich das Gesicht. Davon abgesehen, dass Schulbücher die beste Methode zum Einschlafen waren, hatten sie in Dorians Augen keinerlei Sinn oder Zweck.


Zuletzt von Dorian Everett am 16.05.11 17:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   16.05.11 15:29

Jackie lachte. „Jah, Schulbücher scheinst du ja lieber zu verzieren“, erwiderte sie neckend, bevor sie auf seine Frage einging. „Ehrlich gesagt, die Angst vor dem Monster unter meinem Bett ist es eher nicht, aber meine Fantasie spielt mir leicht Streiche.“, gestand sie und beließ es dabei.
Sie musste ihm ja nicht davon erzählen was sie sich manchmal einbildete, wenn sie etwas Gruseliges gelesen oder gesehen hatte. Eines Nachts war sie in ihr Zimmer geschlichen und hätte für einen Moment schwören können ein blasses, schmerzverzerrtes Gesicht in dem Fenster ihr gegenüber erkennen zu können, dabei war es nur die Spiegelung der neuen Nachttischlampe gewesen.
Nein, ganz so offensichtlich musste sie ihre Schwächen nun auch nicht darlegen. Vor allem nicht einem Slytherin, von dem sie nicht einmal wusste, ob sie ihm vertrauen konnte.

„Außerdem“, fuhr sie fort, „Habe ich nie verstanden warum man sich selbst freiwillig Angst einjagt. Dass die Spannung ein Nervenkitzel sein kann, sehe ich ja noch einigermaßen ein, aber die ganzen Bilder, die einem dabei durch den Kopf geistern können sind mir das wirklich nicht Wert.“ Vielleicht war sie auch einfach überempfindlich, wenn es um so etwas ging. Leider reagierte sie in vielen Punkten viel empfindlicher, als es ihr selbst lieb war. Dorian schien offensichtlich nicht dieses Problem zu haben. Er wirkte jedenfalls immer gefasst und darum beneidete sie ihn aufrichtig.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   18.05.11 16:40

"Verzieren? Ich gebe ihnen einen Sinn", erwiderte Dorian grinsend. Jedenfalls machten seine Zeichnungen die ansonsten meist bilderlosen, nüchternen Bücher wenigstens schülerfreundlicher. Auch wenn da die Bibliothekarin sicherlich anderer Meinung war - was Dorian jedoch herzlich wenig kümmerte. Jene qualvollen, einschläfernden Lektüren verdienten nun einmal keinen pfeglichen Umgang.

Neugierig funkelte Dorian Jackleen an, als diese meinte, ihre Fantasie spiele ihr oft Streiche. Demnach bildete sie sich wohl doch eine Art Monster unter dem Bett ein?
Ohne es verhindern zu können, grinste der Dunkelhaarige amüsiert. Das war ja echt süß.
Doch ehe er näher darauf eingehen konnte, fuhr sie bereits fort.
"Die Bilder im Kopf beleben doch erst das Ganze - bringen doch erst die Spannung."
Dorian zuckte mit den Achseln - nun, letztlich musste ein jeder selbst wissen, was und wie viel er an Spannung vertrug... auch wenn den Slytherin das, was sie ihm soeben offenbart hatte, immer noch ziemlich amüsierte.
"So. Was hast du heute noch vor? Außer an irgendwelchen Aufsätzen weiterzuschreiben, denn davon werde ich dich fürs Erste abhalten, fürchte ich." Dorian grinste Jackleen betont unschuldig an.
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Jackleen Reynolds

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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   18.05.11 22:15

"So kann man es auch sehen!", stimmte Jackleen lachen zu und blickte dann verdrossen auf ihren halbfertigen Aufsatz. "Ach ja...der." Beinah hatte sie die Hausaufgabe schon vergessen. Oder zumindest verdrängt. Doch nun war die Erinnerung natürlich wieder frisch in ihrem Bewusstsein. Sie funkelte den Slytherin gespielt böse an. "Das ist also der Wirkliche Grund deiner Gesellschaft, du versuchst mich von meinen Hausaufgaben abzuhalten!" Sie lächelte und rollte das Pergament zusammen, bevor sie es in ihrer Tasche verschwinden ließ. "Könntest du ruhig öfter machen", fügte sie mit einem Grinsen hinzu.

"Mal sehen...heute...", sie ließ ihre Gedanken schweifen, doch kam zu keinem wirklichen Schluß. "Also es ist später Nachmittag, es regnet, meine Hausarbeit zu beenden wird mir unmöglich gemacht. Hm, alle Reservepläne wurden ausser Gefecht gesetzt. Ich muss mir wohl etwas einfallen lassen." Sie lächelte ihn verschmitzt an. "Eigentlich, könntest du mir dabei ja helfen, schließlich bist du ja der Grund, weshalb ich meinen Aufsatz nicht beenden kann. Ich meine, da musst du mir schon etwas als Wiedergutmachung bieten.", erklärte sie, jedes Wort betont ironisch. Eigentlich sollte sie ihn dafür entschädigen, dass er ihr eine Ausrede gab, um den Aufsatz zu vernachlässigen.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   24.05.11 19:55

Aufgrund ihres verdrossenen Gesichtsausdruck, als Jackleens Blick auf den Aufsatz fiel, musste Dorian schmunzeln.
Das Schmunzeln ging in ein breites Grinsen über, als sie ihn gespielt böse ansah und ihm vorwarf, sie beabsichtigt von ihrem Tun abzuhalten.
"Auf frischer Tat ertappt, Inspektorin Clouseau. Sollte ich mich nach einem Anwalt umsehen?", fragte Dorian grinsend.

Als sie meinte, er könne dies ruhig öfter machen, erwiderte er immer noch grinsned: "Mal sehen, was sich da machen lässt." Und zwinkerte ihr zu.

Dorian lauschte ihren folgenden Worten und sein Grinsen vertiefte sich immer mehr, bis sie schließlich geendet hatte. Humor hatte die Kleine, das musste man ihr wahrlich lassen.
"In der Tat, ich bin dir etwas als Entschädigung und Wiedergutmachung wirklich schuldig. Vielleicht sollte ich einen Lehrer fragen, ob er etwas Zusatzarbeit für dich übrig hat?", fragte Dorian und setzte einen nachdenklichen Gesichtsausdruck auf, durch den jedoch noch immer sein amüsiertes Schmunzeln drang.
"Andererseits würde ich dich wohl auch davon abhalten. Worauf hätte die Dame denn Lust?"
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Jackleen Reynolds

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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   24.05.11 22:17

Jackie grinste den Slytherin an und lägte den Kopf leicht schief. "Ein Anwalt kann defenitiv nicht schaden, aber selbst der wird dir da nicht viel helfen, wenn ich erst einmal in Fahrt bin", drohte sie gespielt und lehnte sich dann in ihrem Stuhl zurück, während sie nachdenklich durch die gegen starrte. "Gute Frage...auf was hätte ich denn Lust??"

Ihre Augen blieben an ihrer Tasche hängen, in der immer noch das Geschenk ihres Vaters steckte. Er hatte sich letztendlich wohl doch dazu überwunden, ihr mal etwas per Eule zu schicken. VOr einigen Tagen hatte Athene ihr dann ein Päckchen vorbei gebracht. Bei dem Geschenk hatte sie allerdings nicht gewusst, ob sie lachen und weinen sollte.

Es war ein Schachbrett.

"Lust auf ne Partie Schach?", fragte sie, leicht mit den Zähnen knirschend. "Mein Vater hat mir ein Schachbrett geschenkt und ich bin noch nicht dazu gekommen es einzuweihen." Mit einem sarkastischen Ton fuhr sie fort: "Es könnte mit der Tatsache zu tun haben, dass anders als mein Vater und mein Bruder, ich keinerlei Talent für dieses Spiel habe, mein Vater aber nicht recht aufzugeben scheint, mich zum Spielen zu bewegen."
Sie verdrehte die Augen. "Naja, aber bei dem Wetter gibt es innerhalb des Schlosses ja nicht viel zu tun." Sie grinste den Slytherin an. "Außer du hast Lust im Regen Fangen zu spielen." Jackleen warf einen Blick nach draußen in den Regen und grinste. Früher hatte sie immer mit ihrem Bruder im Regen Fangen gespielt. Es war immer ziemlich lustig gewesen, auch wenn man danach durchnässt und in Schlamm gebadet war.
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BeitragThema: Re: When the rain begins to fall   26.05.11 20:46

(Spielst du selbst Schach? :) )


"Schach?", wiederholte Dorian mit hochgezogenen Augenbrauen. "Ich bin wirklich fasziniert von diesem Spiel - vielleicht, weil ich es wohl nie verstehen werde, wie man so etwas wie Talent darin entwickeln kann." Zwar betitelten einige den Slytherin als Stratege, der eine jede seiner Handlungen, Lügen und Intrigen genauestens durchdachte, ehe er sie in die Tat umsetzte - doch Schach zählte definitiv nicht zu den Stärken und Freizeitbeschäftigungen des Dunkelhaarigen. Auch wenn er jene Leute bewunderte, bei denen das der Fall war.

"Na, körperliche Aktivität im Regen", Dorian grinste bei dieser Umschreibung hämisch, "würde ich doch dem stundenlangen, ahnungslosen Starren auf ein kariertes Brett vorziehen."
Der Junge bedachte Jackleen mit einem betont überlegenen Blick.
"Außerdem kriegst du mich eh nie zu fassen, Super-Detektivin hin oder her." Mit diesem Kommentar stieß sich der Slytherin grinsend vom Tisch ab und rannte geradwegs nach draußen - in den strömenden Regen.
Ja, manchmal war er wirklich mehr Kind als manch einer guthieß.
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